Abschiedsrede
Heute habe ich meine Abschiedsrede gehalten.
Ganz ruhig habe ich meinem Chef das vergangene halbe Jahr aus meiner Sicht geschildert.
Wie ich schon letzten Dezember so verunsichert war, mich nicht mehr respektiert gefühlt habe,
weil er so eine abwürgende Art mir gegenüber
angenommen hatte.
Grundlos, nach meiner Meinung.
Wie ich nach einer Supervisorin geschaut habe, Hilfe haben wollte. Die viele Mehrarbeit, meine 12- und 14-Stunden-Tage, die ich nicht aufgeschrieben habe und doch seine Hektik und Unzufriedenheit größer denn je war.
Wie er mir in den Dienstbesprechungen in den Rücken gefallen ist und meine Bitte um zügige Bearbeitung ausgebremst hat.
Wie er mich in der Betriebsratssache ins offene Messer geschickt hat und ich ausLoyalität Dummheit die Sache auf mich genommen habe.
Wie er immer öfter wütend vor meinem Schreibtisch stand, wie ich kaum mehr mit Mitarbeitern gesprochen habe, in dem Bemühen, ihn nicht zu umgehen oder etwas seiner Meinung nach Falsches zu sagen.
Wie er mich in der Sache mit dem Verwendungsnachweis als unzuverlässig und langsam hingestellt hat, obwohl er der Grund für die Verzögerung war.
Wie ich mich immer mehr als Belastung für ihn gefühlt habe, ohne von ihm konkrete fassbare und damit veränderbare Fakten zu erhalten.
Ja, sage ich mit rauher Stimme, Sie haben mein ehrenamtliches Engagement sogar als 'Kuh auf dem Eis' bezeichnet. Das war nicht nett. Es ist nicht schön, sich als 'Kuh auf dem Eis' zu fühlen und die Erleichterung beim Gegenüber zu erleben, wenn man schließlich entnervt und mürbe hinschmeißt.
Das war bitter, sage ich zu ihm, das hat mich sehr gekränkt.
Leider hatte ich plötzlich an dieser Stelle ein paar Tränen in den Augen und das wollte ich nun überhaupt nicht und darum bin ich schnell zum Ende gekommen: Ich weiß nicht, warum es so gekommen ist. Ich hätte es gerne verhindert, habe alles immer sehr gut machen wollen. War immer loyal. Tut schon weh, dieses Ende und das wollte ich einfach noch sagen.
Es ist still im Raum. Keiner klatscht. Niemand antwortet.
Es ist ja auch niemand da, außer mir.
Also fahre ich den Rechner runter, mache die Fenster zu (es ist so gewittrig, nicht dass es noch reinregnet), schließe ab und gehe nach Hause.
Ganz ruhig habe ich meinem Chef das vergangene halbe Jahr aus meiner Sicht geschildert.
Wie ich schon letzten Dezember so verunsichert war, mich nicht mehr respektiert gefühlt habe,
weil er so eine abwürgende Art mir gegenüber
angenommen hatte.
Grundlos, nach meiner Meinung.
Wie ich nach einer Supervisorin geschaut habe, Hilfe haben wollte. Die viele Mehrarbeit, meine 12- und 14-Stunden-Tage, die ich nicht aufgeschrieben habe und doch seine Hektik und Unzufriedenheit größer denn je war.
Wie er mir in den Dienstbesprechungen in den Rücken gefallen ist und meine Bitte um zügige Bearbeitung ausgebremst hat.
Wie er mich in der Betriebsratssache ins offene Messer geschickt hat und ich aus
Wie er immer öfter wütend vor meinem Schreibtisch stand, wie ich kaum mehr mit Mitarbeitern gesprochen habe, in dem Bemühen, ihn nicht zu umgehen oder etwas seiner Meinung nach Falsches zu sagen.
Wie er mich in der Sache mit dem Verwendungsnachweis als unzuverlässig und langsam hingestellt hat, obwohl er der Grund für die Verzögerung war.
Wie ich mich immer mehr als Belastung für ihn gefühlt habe, ohne von ihm konkrete fassbare und damit veränderbare Fakten zu erhalten.
Ja, sage ich mit rauher Stimme, Sie haben mein ehrenamtliches Engagement sogar als 'Kuh auf dem Eis' bezeichnet. Das war nicht nett. Es ist nicht schön, sich als 'Kuh auf dem Eis' zu fühlen und die Erleichterung beim Gegenüber zu erleben, wenn man schließlich entnervt und mürbe hinschmeißt.
Das war bitter, sage ich zu ihm, das hat mich sehr gekränkt.
Leider hatte ich plötzlich an dieser Stelle ein paar Tränen in den Augen und das wollte ich nun überhaupt nicht und darum bin ich schnell zum Ende gekommen: Ich weiß nicht, warum es so gekommen ist. Ich hätte es gerne verhindert, habe alles immer sehr gut machen wollen. War immer loyal. Tut schon weh, dieses Ende und das wollte ich einfach noch sagen.
Es ist still im Raum. Keiner klatscht. Niemand antwortet.
Es ist ja auch niemand da, außer mir.
Also fahre ich den Rechner runter, mache die Fenster zu (es ist so gewittrig, nicht dass es noch reinregnet), schließe ab und gehe nach Hause.
scarbo - 2009.07.02, 20:07
