Unruhe

der sommer ist nicht meine zeit.
zu warm, zu aufwühlend.
alles rührt mich an.
eine zartherbe melodie.
ein vogel in der robinie gegenüber,
der sich putzt.
ein schwarzglänzender kiesel,
der glatt die hand schmeichelt.
feine härchen auf dem arm
in sonnenlicht.
worte
bilder
ich suche seit tagen im netz
nach einem bild, das ich beim arzt
in einer alten homes & gardens
gesehen habe.
ein frauenrücken,
von den armen eines mannes
ganz umschlungen.
ganz die seine.
sofort tränen.

aber eines tröstet mich:
die kirschen werden reif
und auch dieser sommer
geht vorüber.

Juni 2006

jetzt muss sich diese wohnung bewähren.
jetzt wird sich zeigen,
ob sie mir heimat wird
refugium
rückzugs-höhle
schutzraum.
mein adlerhorst.
mein möwennest.
mein ausguck.

jetzt will ich wissen,
ob das bett meine verzweifelten stunden
in watte packt.
die fenster mir hoffnungen machen.
die tür mich abschottet vor der zugluft der welt.
ob die geräusche des hauses mich sanft wiegen
in meiner einsamkeit.

ob ich zuhause bin

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