Letztes Kapitel
Auch an diesem Tag bin ich sehr früh
bei ihm und was ich vorfinde, erschreckt mich.
Er liegt vollkommen nackt im durchnässten Bett,
hat keinerlei Orientierung, kann nicht sagen,
wann, wie und warum er sich ausgezogen hat
und schimpft, dass er nicht aus dem Bett kann,
er wollte doch schon längst ins Bad
zum Zähneputzen und dieses blöde Gitter
kriegt er nicht weg und drübersteigen geht nicht
und wo ich nur so lange bleibe, es ist schon längst hell
und er hat Hunger und jetzt will er sofort aufstehen und
er geht jetzt unter die Dusche und ich kann gleich wieder
gehen, ER braucht MICH nicht!
Fast freue ich mich über seinen Wutausbruch und hoffe,
die selbe Kraft ist in seine Beine zurückgekehrt.
Aber als ich das Bettgitter herunternehme,
fällt er mir schon entgegen.
Ich fange ihn gerade noch auf und halte ihn im Sitzen.
"So, jetzt kannst du ins Bad gehen" ermuntere ich ihn.
Er ruckt ein paar Mal hin und her, dann erinnert er sich.
"Ich kann nicht gehen!"
Erschrocken sieht er mich an.
"Du kannst seit 2 Tagen nicht mehr gehen und stehen,
aber das wird vielleicht wieder".
Er schüttelt den Kopf und ich mache mich an die Arbeit.
Als er gewaschen und angezogen beim Frühstück sitzt,
das Bett abgezogen und die Spuren der Nacht
entfernt sind, ist es Viertel nach 8 Uhr.
Zeit zu handeln.
Ich rufe das einzige Altenheim in der Nähe an,
in dem wir in den letzten 2 Jahren noch nicht waren
und habe Glück.
Die PDL ist am Telefon und es ist ein Platz frei, ab morgen.
"Ich brauche heute und sofort einen Platz", ist meine Antwort.
Ich schildere ihr in ein paar Sätzen meine Situation
und sie versteht.
"Na gut, dann kommen Sie gleich".
Ich rede mit Dad.
Ich sage ihm, dass ich ihn in diesem Zustand nicht mehr lange
versorgen kann.
Er ist zu schwer, ich kann ihn nicht ständig heben,
er braucht den ganzen Tag und auch nachts jemand,
der ihn pflegt und betreut.
Das wird mir alles zuviel.
"Das versteht man", sagt er.
Ich versuche erfolglos, einen Fahrdienst zu bekommen,
weil ich nicht weiß, wie ich ihn ins Auto kriegen soll.
Nach 3 Absagen verliere ich die Geduld.
Ich packe ein paar Sachen von ihm ein
und fahre mit ihm in die Tiefgarage.
Erstaunlich leicht kann ich ihn auf den Beifahrersitz hinunter drücken
und seine Beine einschwenken.
Kurz darauf sind wir im Heim.
Das letzte Kapitel beginnt.
bei ihm und was ich vorfinde, erschreckt mich.
Er liegt vollkommen nackt im durchnässten Bett,
hat keinerlei Orientierung, kann nicht sagen,
wann, wie und warum er sich ausgezogen hat
und schimpft, dass er nicht aus dem Bett kann,
er wollte doch schon längst ins Bad
zum Zähneputzen und dieses blöde Gitter
kriegt er nicht weg und drübersteigen geht nicht
und wo ich nur so lange bleibe, es ist schon längst hell
und er hat Hunger und jetzt will er sofort aufstehen und
er geht jetzt unter die Dusche und ich kann gleich wieder
gehen, ER braucht MICH nicht!
Fast freue ich mich über seinen Wutausbruch und hoffe,
die selbe Kraft ist in seine Beine zurückgekehrt.
Aber als ich das Bettgitter herunternehme,
fällt er mir schon entgegen.
Ich fange ihn gerade noch auf und halte ihn im Sitzen.
"So, jetzt kannst du ins Bad gehen" ermuntere ich ihn.
Er ruckt ein paar Mal hin und her, dann erinnert er sich.
"Ich kann nicht gehen!"
Erschrocken sieht er mich an.
"Du kannst seit 2 Tagen nicht mehr gehen und stehen,
aber das wird vielleicht wieder".
Er schüttelt den Kopf und ich mache mich an die Arbeit.
Als er gewaschen und angezogen beim Frühstück sitzt,
das Bett abgezogen und die Spuren der Nacht
entfernt sind, ist es Viertel nach 8 Uhr.
Zeit zu handeln.
Ich rufe das einzige Altenheim in der Nähe an,
in dem wir in den letzten 2 Jahren noch nicht waren
und habe Glück.
Die PDL ist am Telefon und es ist ein Platz frei, ab morgen.
"Ich brauche heute und sofort einen Platz", ist meine Antwort.
Ich schildere ihr in ein paar Sätzen meine Situation
und sie versteht.
"Na gut, dann kommen Sie gleich".
Ich rede mit Dad.
Ich sage ihm, dass ich ihn in diesem Zustand nicht mehr lange
versorgen kann.
Er ist zu schwer, ich kann ihn nicht ständig heben,
er braucht den ganzen Tag und auch nachts jemand,
der ihn pflegt und betreut.
Das wird mir alles zuviel.
"Das versteht man", sagt er.
Ich versuche erfolglos, einen Fahrdienst zu bekommen,
weil ich nicht weiß, wie ich ihn ins Auto kriegen soll.
Nach 3 Absagen verliere ich die Geduld.
Ich packe ein paar Sachen von ihm ein
und fahre mit ihm in die Tiefgarage.
Erstaunlich leicht kann ich ihn auf den Beifahrersitz hinunter drücken
und seine Beine einschwenken.
Kurz darauf sind wir im Heim.
Das letzte Kapitel beginnt.
scarbo - 2012.05.02, 23:55
