Fazit

Worst year of my life-Ranking: Zweiter Platz
Job gekündigt: 1
Wohnung gekauft: 1
Umzüge durchgeführt: 3
Nervenkrisen: 365
Restenergie: 10%
Gegründet: 0
Verliebt: 0
Freundin: 0
Sport: 0
Haare kürzer oder länger: weniger.
Geld: weniger
Gewicht: weniger
Geduld: weniger
Lachen: weniger
Vorsätze fürs neue Jahr: 0
Hoffnung: 1

Es geht abwärts. Aber mit größtmöglichem Stil.

Auf ein sehr gutes 2012 für Euch
und ein etwas besseres für mich.

All and this

Lese die Buchempfehlung der Kaltmamsell
und merke nach ein paar Zeilen schon,
dass ich die Geschichte unter anderem Titel kenne.
"The Bone People" heißt auf deutsch "Unter dem Tagmond".
Ich las das Buch vor ungefähr 10 Jahren und erinnere mich sehr gut.

Wenn es kein Kino und kein Theaterstück gab, das uns reizte,
dann trafen wir uns am Wochenende bei ihr im Haus
oder wir gingen essen in ihr Lieblingslokal.
Wir bekamen meist unseren Lieblingstisch, bestellten und warteten dann gegenseitig, was für Themen uns an diesem Abend erwähnenswert schienen.
Sie zündete sich eine Zigarette an (zu dieser Zeit durfte man noch
in Lokalen rauchen) und sah mich aufmerksam an.
Da ich mindestens eine 80-Stunden-Woche hinter mir hatte,
wusste ich nicht mal über die aktuellen Themen Bescheid.
Politik und Wirtschaft waren nebensächlich und den Rest ließ ich mir
von ihr erzählen.
An einem solchen Lokalabend saßen wir uns gegenüber und fühlten uns wohl.
Ihre Proben liefen gut, das Theaterstück war gut gewählt, die Schauspieler hatten Spass daran und mit der Ausstattung war sie zufrieden.
Ich war nicht zu sehr von der Arbeitswoche erschöpft, so dass ich für sie keine Aufmerksamkeit mehr aufgebracht hätte, sondern auf eine angenehme Art, die mich die Flecken auf dem Tischtuch ignorieren ließ und mir die Welt im Großen und Ganzen schnurz war.
Die Musik war gut und leise.
Sie sah mich an, merkte, dass ich wenig Lust hatte, über komplizierte Kollegen, Konflikte oder Schwierigkeiten zu sprechen.
Heute abend nicht.
"Gibts erfreuliches?"
Sie griff in ihre Filztasche, eine große, quaderförmige graue Tasche,
die mir jedoch sehr gefiel, weil sie diese schlichte, minimalistische Optik hatte, die ich so liebte und holte ein Buch heraus, schob es mir so hin, dass ich gleich den Titel lesen konnte und sagte: "Für dich."
Da ich als PC-Freak außern Büchern wenig brauchen konnte, war ich skeptisch, denn Romane waren mir normalerweise zu seicht.
Sehr selten, dass mir ein Buch wirklich gefiel oder mich gar begeisterte.
"Unter dem Tagmond" von Keri Hulme, las ich.
"Danke", sagte ich, "aber du sollst mir nichts schenken."
"Neuseeland", sagte sie. "Gefällt dir".
Sie war nach ihrem Studium in Neuseeland gewesen und hatte mir oft erzählt, wie sie einfach losgefahren war, ohne Ahnung, was sie erwartete.
Lebte monatelang in einem Camper, betreute handicapped kids und
verliebte sich. Auch in das Land.
Ich las das Buch in den folgenden Nächten und war sonderbar berührt
und hineingezogen in die Atmosphäre der Geschichte.
Es steht noch immer in meinem Bücherregal.
Nicht bei den alltime favourites, aber gleich daneben.
Danke Freundin.
Für alles und dieses.

Milwaukee

1969 gab es im handvermittelten Fernsprechdienst, der sich in ein Inlands-
und ein Auslandsfernamt aufteilte, verschiedene Kopfämter.
Diese Fernämter waren für zugewiesene Ziele zuständig.
Das Kopfamt München, in dem ich nach der Schule zu arbeiten anfing,
bearbeitete Österreich, Italien, Spanien und Jugoslawien,
Hamburg den Seefunk und Nordeuropa, Hannover grob gesagt den Osten,
Stuttgart Frankreich und Frankfurt die restliche Welt.

Wollte man also von München nach Meran telefonieren,
musste man im Fernamt, also bei mir anrufen,
ich nahm ein Gesprächskärtchen, notierte mit sauberer Schrift
den verlangten Ort und die Nummer, ebenso die Anruferdaten
und informierte besonders morgens um 4 den Großmarkstandinhaber
über die Wartezeit von ca. einer halben Stunde, bis er im Stapel
aller notierten Gesprächsaufträge drankäme.
Dann stopselte ich mich in die Buchse Bozen und zog heftig am Kippschalter.
"Rufen" nannte man das.
Bei der Kollegin im Amt Bozen leuchtete nun ein Lämpchen über der Buchse Monaco/Munchen und wenn sie Lust hatte, stöpselte sie sich ein.
"Bolzano dica"
(Kam hier ein: "Facciamo scioppero" (wir streiken), dann war der Tag gelaufen und alle Auftraggeber mussten informiert werden, dass Meran oder Sterzing oder sonstwas im Amtsbereich Bozen heute leider nicht ...)
Ich las den Ort und die Nummer vor, was einen undefinierbaren Grunzlaut
auf der anderen Seite des Kabels zur Folge hatte.
Nun musste man möglichst ohne Nachfrage einfach abwarten.
Nachfragen oder mehrfaches "Pronto?" wurde nicht selten
mit kommentarlosem Ausstöpseln beantwortet.
Nach gegebener Zeit grunzte es wieder oder eine forsche Stimme schrie:
"Morkendufte ackzig, ha capito?"
In der Zwischenzeit hatte ich meinen Auftraggeber bereits zurückgerufen,
legte nun den Kippschalter nach oben und ermunterte die Herren
mit einem geflötetem: "Parli prego",
was sich die Obsthändler nicht lange sagen ließen.
Der Preis für Morgenduft (eine damals gängige Apfelsorte,
heute vollkommen verschwunden) wurde ausgehandelt oder Blumenkohl
oder Erdbeeren oder was eben die Saison hergab.

Ich wollte aber von was anderem schreiben.
Nämlich, wenn jemand aus sagen wir mal Straubing nach sagen wir mal Milwaukee telefonieren wollte, dann wiederholte sich der Vorgang zwar insoweit, dass ich wieder auf das Gesprächskärtchen alle Daten notierte
(wo liegt denn überhaupt Millwocky ?)
und den Anrufer auf eine längere Zeit wartend vor dem Telefon vorbereitete, denn nach Amerika war immer mehrere Stunden Wartezeit, nach Hongkong oft tagelang, (und jetzt komme ich endlich zum Punkt), aber zuständig für Amerika war Frankfurt.
Die Frankfurter liebten es nicht, mit einem einzigen Auftrag behelligt zu werden. Es wurde also ein Stapel gebildet und dann in einem Rutsch durchgesagt.
Ich stopsle mich also nach Frankfurt ein, rufe und nach einigen Wiederholungen meldet sich ein "Hallo Münschn".
Hallo Frankfurt: Milwaukee Wisconsin 4573459821 bitte für 09421****
und .....
und .....
und ....
.....
.....
Am Ende des Vorgangs, der mich als Neuling doch ziemlich anstrengte,
musste ich erst mal ausatmen, was die Kollegin mit einem unfreundlichen
"Also das ist ja unerhört, escht jetzt" und einem grußlosen Ausstöpseln
beantwortete.
Dieses Missverständnis konnte ich nie aufklären und es belastet mich bis heute, weil ich es schwer wegstecken kann, wenn man mir Unrecht tut
und twitter mag ich eigentlich (und jetzt bin ich endlich beim Punkt),
aber die Gefahr von Missverständnissen ist sehr hoch
und mein Problem mit Klarstellungen wie je.

Medikamente

Morgens 4 Tabletten, abends 3,
darunter ein schweres Schmerzmittel,
eine Hammer-Schlaftablette und natürlich
seit der Thrombose im vergangenen Jahr den Blutverdünner,
der jede kleine Blutung unstillbar macht und
eigentlich ein Fall für den Notarzt ist.
Seit ich die volle Verantwortung für ihn habe,
gebe ich ihm die Medikamente genau nach Plan,
aber mit ungutem Gefühl.
Sein Hausarzt hat ihn seit mindestens 6 Wochen nicht gesehen,
es gibt keine Vereinbarung über regelmäßige Kontrollen.
Das gefällt mir nicht.
Also gehe ich mit Dad Anfang der Woche zum Arzt.
Obwohl ich wieder abgewimmelt werde, bestehe ich darauf,
den Doktor zu sprechen.
"Meiner Mutter würde ich diesen Cocktail sicher nicht geben",
sagt mir derselbe Mensch, der meinem Vater die Chemiekeule
verschrieben hat.
"Aber wir müssen es kurz machen, Sie haben keinen Termin", schiebt er
zwischen jeden Satz von mir.
Ich bleibe unbeeindruckt.
Was kann weg?
"Auf jeden Fall der Blutverdünner und das starke Schmerzmittel".
Das war im Juni angesagt, der Grund dafür ist seit 3 Monaten entfallen.
"Und die Schlaftabletten sollten unbedingt weg, die machen abhängig".
Soll man ihn küssen oder verklagen?
"Gehen Sie zum Neurologen, der sagt Ihnen mehr dazu".
Ja du mich auch.

Die Hämmer sind abgesetzt, Dad fühlt sich unverändert gut.
Das Blut normalisiert sich, er darf wieder stolpern
ohne in Lebensgefahr zu kommen und schläft auch ohne Opiate
wie ein Baby.
Der Neurologe hat ihm übrigens ein Beruhigungsmittel verordnet,
das besonders bei älteren Menschen zu Herzstillstand,
Schlaganfall und vermehrter Reizbarkeit führt.
Ich habe alles genau durchgelesen und das Zeug dann weggeworfen.

Steife Ohren

Das Schlimme ist, dass von nirgendwo Hilfe kommt.
Die immergleichen Trostsprüche sind längst abgegriffen
und entmutigen mich noch mehr.
"Halt die Ohren steif"
"Im Alter sind sie alle so"
"Das machst du schon"
Nein, ich mach es nicht.
Ich weiß auch nicht,
wie ich meine Ohren steif halten soll
und ob im Alter alle "so" sind, ist mir egal.
Ich habe meinen Alten und der ist nicht zu handlen.
Der hat vor längerer Zeit schon den Faden verloren
und macht nur noch Zoff, weil ihm das einen letzten Rest
von Macht verschafft oder die Erinnerung daran.
Oder warum auch immer.
Ich weiß es nicht.
Ich bin ratlos.
Mutlos.
Energielos.
Mein Leben steht völlig kopf.
Nein falsch.
Mein Leben ist verschwunden.
Ich habe gar kein eigenes mehr.
Ich funktioniere nur noch für diesen verwirrten,
bösen, eigensinnigen, alten Mann,
der nicht mehr weiß, was ein Kühlschrank ist.
Und noch weniger, dass da Essen drin ist.
Und dass man das Ding öffnen kann.
Der eine Aufmerksamkeitsspanne von <1 Minute hat.
Und eine Erinnerungszeit von max. 5 Minuten.
Der mich für seine frühere Lebensgefährtin hält
und zu mir sagt:
"Du kommst jetzt gleich noch zu mir?
Gut. Dann also bis morgen früh"
Jeder Tag, an dem die Mühle von vorne beginnt,
macht mich verzweifelter.
Meine Familie hat sich nach wenigen Tagen schon ausgeklinkt.
Der Pflegedienst hat noch genau 2 Mitarbeiter,
die bereit sind, ihn weiter morgens zu betreuen.
Sein Hausarzt verweist nur noch kurz angebunden auf den Psychiater.
Und der meinte heute lakonisch:
"Kommen Sie am 26. Oktober mit ihm her, dann schauen wir mal.
Nein, vorher habe ich keinen Termin frei.
Aber Sie machen das schon.
Halten Sie nur die Ohren steif,
das wird schon".

Alptraum

Seit über einem Jahr verfolge ich seine Entwicklung,
gewöhne mich an seine Pascha-Allüren,
seine Sturheit, seinen Altersstarrsinn.
Seit über einem Jahr weiß ich, dass er extrem schwierig ist.
Seit 6 Stunden (6 Stunden erst?)
ist mir klar, dass ich es auf diese Weise nicht ertragen werde.
Um 14 Uhr wie verabredet vom Heim abgeholt.
Noch auf dem Parkplatz bei der Abfahrt:
"Wenn es mir in der neuen Wohnung nicht gefällt, soll ich gleich wieder zurück kommen, sagen alle".
Und wer wird für dich zahlen?
"Also geht es um Geld?"
Es geht auch um Geld, allerdings. Und um sein selbstbestimmtes Leben.
Es wird dir sicher gefallen, du hast einen wunderbaren Bergblick,
versprech ich ihm.
"Berge bin ich gewohnt"
"Kann ich die gleichen Spazierwege wie jetzt gehen?"
Nein, du wolltest keine lange Wege zu Geschäften, jetzt bist du
zentral und hast alles vor der Tür, aber die Wiesenwegerl sind weiter weg.
"Soso"
Er ist mies drauf.
Wir sind schnell in der neuen Wohnung, ich heiße ihn herzlich willkommen.
Er schaut kurz herum und fragt dann: "Wo ist jetzt die angekündigte große Wohnung, du hast mir gesagt 40 qm?"
Das sind 40 qm, hier kannst du eine Tanzschule aufmachen.
Es ist in der Tat enorm viel Platz, sehr hell,
von morgens bis abends Sonne und einen freien Blick vom Herrnberg
über die Kampenwand und noch weiter nach Westen.
Es gefällt ihm nicht.
Ich zeige ihm sein Bett, den neuen Schrank, den alten Sessel,
den ich aus seiner früheren Wohnung extra geholt habe.
Erkennst du ihn?
"Natürlich, den hab ich noch nie gemocht".
Hier sind Bilder aus deiner alten Wohnung!
"Die kannst du alle wegschmeißen".
Er öffnet die Wohnungstür und geht hinaus.
Kurz bevor die Zugluft die Türe zuknallt,
mach ich ihn aufmerksam, dass er ausgesperrt ist,
wenn er ohne Schlüssel die Wohnung verlässt, während ich nicht
da bin und dass dann niemand kommt und ihn wieder reinlässt.
Er muss dann vor der Tür auf mich warten, das kann Stunden dauern.
Ihm ist nicht klar, dass er nun alleine verantwortlich ist,
dass Türen und Fenster geschlossen werden müssen.
Dass er den Herd nicht benutzen darf,
dass er mit einem Wasserkocher zurecht kommen muss.
Dass er jetzt all das tun kann, wovon er mir seit einem Jahr erzählt,
nämlich wie simpel der Alltag für ihn ist.
Ich frage ihn, ob er Hunger hat.
"Essen gibts um 17 Uhr".
Nicht mehr. Du wolltest dringend aus dem Heim raus
und kannst und musst selbst bestimmen, wann du isst.
"Wie spät ist es?"
16 Uhr.
"Die kommen nicht vor 17 Uhr".
Ich bin etwas, nein ich bin sehr - schockiert?
Ratlos?
Ich weiß nicht.
Mir gehts nicht gut.
Ich habe das Gefühl, der Boden zieht sich unter mir weg.
Der ist ja vollkommen plemplem.
Ich packe ein paar Sachen von ihm in eine Tüte
und fahre mit ihm in meine Wohnung.
Ich kann ihn nicht eine Stunde alleine lassen.
Er liegt jetzt in meinem Bett, nachdem er den Wäscheständer im Bad
zerlegt hat. Den Grund dafür konnte er mir nicht sagen.
Er sollte jetzt schlafen.
Aber ich höre Geräusche.
Es hört sich an, als ob er meinen Kleiderschrank ausräumt.
Ich warte noch 1 Minute, dann geh ich rein.
Nein, ich warte bis morgen früh,
dann ist dieser Alptraum hoffentlich zu Ende.

Suppe

Schwerer Tag.
Seit Stunden in ausweglosem, verzweifelten Kummer.
Alles läuft schief.
Immer mehr bin ich überzeugt, vor 4 Wochen die bisher folgenreichste Fehlentscheidung getroffen zu haben, nachdem sich schon im Februar die Dinge verheerend entwickelt haben.
Was hätte ich aber statt dessen tun sollen? frage ich die wenigen Menschen,
die meine Lage kennen und beurteilen können.
Nichts anderes, so ist die übereinstimmende Antwort, nicht unter diesen Aspekten.
"Diese Aspekte" sind aber nichts anderes als meine doofe Gutmütigkeit.
Ich habe bereits vor einem Jahr die Weichen falsch gestellt,
die mein Leben nun dermaßen massiv beeinträchtigen.
Nutznießer sind die, die vor einem Jahr still gehalten haben.
Die sitzen nun in sicherem Abstand und ich löffle die Suppe aus.

12 Tage

Der fünfte Umzug seit Juli 2010 steht an.
Dad hält es nirgends lange aus.
Und obwohl ich ihm jedesmal schwöre, dass es
nun endgültig und unwiderruflich das letzte Mal wäre,
dass ich das ewige Hin und Her nicht mehr mitmache,
genauso sicher vergehen 3 bis 7 Monate und wir
packen seine Sachen und ziehen weiter.
Rausgeflogen aus Garmisch letztes Jahr, weil seine
Herzensdame nach 3 Jahrzehnten dolce vita die Nase voll hatte.
Ab zur Lieblingstochter.
Die einzige, die ihn versteht.
4 Monate Chiemgau, VIP-Suite: unmöglich, nicht auszuhalten.
Er muss unbedingt in seine alte Heimat.
3 Monate Hallertau: das allerletzte. Unerträglich, was aus dieser Gegend geworden ist.
Bernau ist doch das Richtige für ihn. Also zurück.
7 Monate wieder Chiemgau: grauenhaft, das ganze Haus voll von alten Trantüten.

Er ist nicht dement. Er hat verwirrte Stunden.
Er ist schnell erschöpft. Aber er ist immer noch da.
Und stellt Forderungen und meckert, wenn sie nicht sofort erfüllt werden.
Und er organisiert und delegiert und bestimmt.
Immer noch Chef. Immer noch wichtig.
Geht allen und vor allem mir tierisch auf den Keks.
Weiß aber nicht, was dieser Ausdruck bedeuten soll.
Warum ich überhaupt so einen Schmarrn daher rede.
Von wegen, dass er mich aufregt?
"Das ist doch ein G'Red, ein dummes.
Hättst lieber eine neue Nadel mitgebracht, das wär gscheiter gewesen."
"Was für eine Nadel?"
"Für den Plattenspieler. Da kratzt schon alles.
Da brauch ich einmal eine neue Nadel."
"Aber das ist doch ein CD-Player, der hat doch keine Nadel!"
"Das ist mir wurscht, wie das heißt. Es kratzt und wir fahren jetzt
ins Geschäft und kaufen eine neue."

Ich hab noch 12 Tage, dann zieht er zu mir.
"Dann hab ich dich in der Nähe und brauch nicht immer warten,
bis du endlich mal kommst."
Ich freu mich schon.

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